Wenn Sie einen Oracle Datenbank Server auf VMware ESX betreiben, sollten Sie die VMware Tools nicht unterschätzen. Sie sind nicht nur sinnvoll bei Copy-Paste-Aktionen oder für bessere Grafiken, sondern liefern ebenfalls High-Performance-Network, Storage Adapter (PVSCI), Treiber, etc.

Auf Linux Guests müssen die Tools mit dem Kernel zusammen kompiliert werden. Besonders auf Oracle Enterprise Linux 5 Upgrade 6 gibt es ein Problem: OEL 5.6 und OEL 6.0 nutzen den neuen Oracle Unbreakable Kernel 2.6.32-100. Wenn Sie mit dem Problem konfrontiert sind, haben Sie sicher folgenden Forum-Eintrag gelesen: http://communities.vmware.com/message/1693229

Mit den Lösungsvorschlägen, den Unbreakable Kernel zu deaktivieren oder auf OEL 5.5 herunterzustufen (Downgrade auf 0815 2.6.18 Red Hat Kernel), war ich aber unzufrieden.

Mittels YUM können Sie das RPM package kernel-devel installieren, aber das Skript vmware-install.pl bringt eine Fehlermeldung, dass die “C header files” des Linux-Kernel fehlen.
“What is the location of the directory of C header files that match your running kernel?”

Tja, dies hat einen ganz einfachen Grund: Der Kernel heisst wirklich kernel-uek , siehe unten :=)
[email protected] ~]# yum list | grep kernel
...

kernel.x86_64                             2.6.18-238.el5             installed
kernel-uek.x86_64                         2.6.32-100.26.2.el5        installed
kernel-uek-firmware.noarch                2.6.32-100.26.2.el5        installed
kernel-uek-headers.x86_64                 2.6.32-100.26.2.el5        installed

Das RPM Package kernel-devel entspricht dem Red Hat kernel 2.6.18 und nicht dem Oracle UEK Kernel.

Mit folgender Zeile lässt sich das Problem fixen:
# yum install kernel-uek-devel

Danach lassen sich die VMware Tools problemlos installieren Laughing

P.S.: Passen Sie aber gut auf, Oracle ist auf ESX Server “supported” aber nicht “zertifiziert”! D. h. bei neuen Problemen müssen Sie beweisen, dass dieses Problem auch auf einer nicht-virtualisierten Umgebung auftaucht.